Christa Bartesch und Andrea Schnell
Beschreibung
Christa Bartesch
Farbe, Licht und deren Wahrnehmung in den vielfältigen Erscheinungsformen und Spannungsverhältnissen stehen in den Arbeiten der aus Münster in Westfalen stammenden und seit vielen Jahren in Budapest lebenden Christa Bartesch im Mittelpunkt ihres Interesses. Daher vermeidet sie jede Gegenständlichkeit und jede figurale Erkennbarkeit und konzentriert sich in ihren großformatigen Öl-auf-Leinwand-Bildern ausschließlich auf die Wirkung, die Farbflächen und -formen zueinander erzeugen können. In vielen Schichten gemalt, manchmal auch mit darüber gezeichneten, netzartig angeordneten Linien überzogen, öffnen sich die tieferliegenden Ebenen dem Betrachter erst nach längerem Verweilen des Blicks, machen damit auch den Prozess bewusst und verändern das Blickresultat.
Andrea Schnell
Die zunächst intuitiv und absichtslos mit Tusche, Acryl, Öl und Kreide auf das Papier gezeichneten Linien und Farbflecken finden in Andrea Schnells Arbeitsprozess zunehmend ihre äußere Bedeutung und Bearbeitung. Sie sind in ihrer Expressivität zwischen Abstraktion und meist weiblicher Gegenständlichkeit ein poetischer Spiegel ihrer Gefühle, ihres Unbewussten und ihres Erlebens und offenbaren beim genaueren Hinsehen ironische und assoziative Details. Das Erscheinungsbild bewegt sich dabei im Spannungsfeld der schwarzen oder tiefblauen Linie mit dem hellen Untergrund und konzentrierten Farbakzenten.

